Samstag, 25. Februar 2012

Is' ja Bombe!

Lieber Bundesvertuschungsschutz, lieber Bundesnachwischendienst, liebes MAD,
gerade lese ich auf Spiegel-Online, dass ihr 2010 granatenmäßige 37+ Millionen E-Mails und sonstigen elektronischen Verkehr überwacht habt und ich find's Bombe – regelrecht Atombombe find' ich das. Und irgendwer muss es ja machen, nicht? Ich meine, wir können ja nicht die komplette Aufhebung der Privatsphäre solchen egomanischen Jungspunden wie Mark Zuckerberg überlassen, wo kämen wir da denn hin? Wenn hier jemand private Korrespondenzen liest, dann doch bitte mein Papi Staat und nicht irgendein amerikanischer Emporkömmling – dem haut mal weiter schön auf die Finger!
Mir geht das ständige Gequatsche irgendwelcher Rechtsverdreher von der "Unschuldsvermutung" genauso auffen Sack wie Euch. Wir sind alle schuldig und müssen – folgerichtig – überwacht werden, damit wir nicht auf die Idee kommen, Flugzeuge zu kapern oder Atombomben zu bauen. Jedes Lebewesen ist ein potenzieller Terrorist – beschützt mich davor.
Und der Erfolg, lieber Geheimdienst, gibt Dir ja letztlich recht. 213 verwertbare Hinweise, bei nur knapp über 37 Millionen überprüften elektronischen Schriftwechseln. Das ist effizient. Da kann sich der Grieche mal 'ne Scheibe von Abschneiden, das faule Stück. Nix mit Sonne liegen und Wein trinken. Der deutsche Geheimdienstler zeigt, was man mit ehrlicher, ernsthafter Arbeit erreichen kann. Bravo!
Ein paar Fragen beschäftigen mich dennoch, liebe Geheimdienstler. Wenn ich nun bei Gayromeo jemandem schreibe, er habe einen Mörderschwanz, bin ich dann gefickt? Bildlich gesprochen, selbstverständlich. Stehen Frauen mit Atombusen jetzt unter Generalverdacht? Ist nun das Beantragen eines Waffenscheins oder das Buchen eines Fluges verdächtiger? Und wenn ich nun jedes Mal "Hakenkreuz" statt "Bombe" schreibe und mich mit Mitverschwörern auf einen möglichst faschistischen Sprachcode einige, während wir eigentlich die RAF wieder aufleben lassen wollen, falle ich dann durch's Raster? Reine Neugierde und selbstverständlich nur hypothetisch gefragt.
Ich wollte nur loswerden, wie sehr ich Eure Arbeit bewundere, liebe Schützer und Dienstler und wenn dabei ein paar Antworten gegeben würden, freute ich mich natürlich bombig. Und da Ihr nun eh schon hier seid: wie wäre es denn, wenn ein paar von Euch den Blog abonnierten? Das fänd' ich toll. Wisst Ihr, wenn man nicht MAD ist, sondern nur bekloppt, dann erhält nunmal nicht jeder quersitzende Furz hohe Medienaufmerksamkeit. Wir kämpfen hier um jeden Leser, jede Leserin. Also wenn's keine Umstände macht.

Lieben Dank im Voraus,
Euer terroristisches Gebinde.

Freitag, 24. Februar 2012

Vorgegauckelt - so viel Moral muss sein!

Jetzt ist es also doch geschehen und unser neuer alter Präsidentschaftskandidat ziemt sich, am 18. März auf den Thron gewählt zu werden. Und Köhler hat es geschafft, dass dem Amt des Bundespräsidenten weitaus mehr Aufmerksamkeit zukommt, als es sollte. Hätte die alte Heulsuse das getan, was jeder tut, wenn er krisitsiert wird, dann hätten wir jetzt ein Amt, dass zu recht so vor sich hinamtelt, hier und da Hände schüttelt und dann und wann eine Ruckrede hält.

Doch Köhler zog es vor, mit seiner Frau händchenhaltend und weinend vor die Kameras zu treten und dem Volk zuzuplärren, dass er doch nun so verletzt sei. Selbst nach so langer Zeit kommt es mir beschämend! vor.
Dass Wulf vom Volke nicht gewollt war, ist vermutlich mehreren Umständen geschuldet, vor allem aber dem, dass die Kanzlerin ihn auf Biegen und Brechen durchgesetzt hat. Seine Blässe und Sprachlosigkeit kam dazu, wäre aber verschmerzbar gewesen. Gestürzt hat ihn aber, neben seinen dubiosen Kontakten und Verfehlungen, die dann doch des Guten zuviel waren, seine Wankelmütigkeit, die zum Schluss nur noch hilflos verlogen war. Denn so etwas wollte das Volk seit Köhler einfach nicht mehr haben - hätte es davor zwar auch nicht gewollt, wäre aber vermutlich nicht derart hochgekocht.

Nun also hat der Joachim Gauck zum zweiten Mal Anlauf genommen, statt das zu tun, was ich als erstes von ihm erwartet hätte: Nein sagen zu so viel Parteigeklüngel und -strategie, für die er sich nun hat instrumentalisieren lassen. Uns so setzte er sich neben die Kanzlerin, von der er wusste, dass SIE ihn bestimmt nicht wollte und tat ganz emotional und verwirrt. Das hätte zum ersten Mal stutzig machen können. Hätte. Können.

Dies ist aber eine Rolle, die ich einem erfahrenen Widerstadskämpfer aus der DDR nicht abnehmen mag, zumal er eben auch ein mehr als Sendungsbewusster Mensch mit nicht immer Volkskonformen Meinungen ist.
Dass er Harz-IV gut findet und den Kapitalismus irgendwie auch, daneben Sarazin als mutigen Menschen bezeichnet, das mag man ihm aber ja alles noch verzeihen zumal er es so oder so ja nicht so gemeint hat. Nein, es gibt da etwas, das mögen viele nicht verstehen und geklärt wissen.

Wie kann es sein, dass ein Präsident, zumal UNSER Präsident, in wilder Ehe mit einer Frau lebt und gleichzeitig noch verheiratet ist. Für mich wäre es eine Randnotiz gewesen, wenn mich nicht zwei Freundinnen wegen meiner Gleichgültigkeit bezüglich dieses Themas angesprochen hätten. Nein, Moral sei es nicht, sagen sie, sondern eher ein, ja, was, ein, also ein fehlendes Statement.

Also gut, es scheint wirklich so zu sein, dass Köhler dieses Amt versaut hat. Nun sind wir also so weit, dass wir einem Bundespräsidenten auch nicht mehr zugestehen wollen, neue Lebenskonzepte für sich zu statuieren. Nein, er muss es uns erklären, warum er wie mit wem zusammenlebt. Und ich dachte wir hätten das hinter uns gelassen, seit unser Außenminister ein homosexueller Mann ist und offenbar selbst in homophoben Regierungen bei Staatsbesuchen ganz gut damit durchkommt (dass man ihn nicht immer so mag, das liegt an wahrlich anderen Dingen).

Und wieder einmal mag ich mich über uns wundern und frage mich, wo das Ende der Anspruchsfahnenstange an ein solches Amt ist, zumal ein Amt, dessen Gestaltungsmöglichkeiten ja doch eher begrenzt scheinen. Vielleicht aber spielt hier die Vorahnung eine Rolle, die Joachim Gauck selbst verursacht hat.

Am Ende wird Gauck, dem man eben diese gewisse Neigung zur Selbstdarstellung und auch Selbstgerechtigkeit, dabei das Ganze in all seiner Differenziertheit vielleicht manchmal aus dem Auge verlierend nicht ganz absprechen kann und mag, sein Amt vielleicht abenso über Gebühr für seine "Message" zu nutzen. Dies betrachtend mag es dann auch wieder in Ordnung sein, den Anspruch, den Gauck zumindest formal an sein Volk stellt, ihm selbst auch aufzubürden, unabhängig des Inhaltes, um den es geht.

Ja, nach all den Pleiten, Pech und Pannen, die dieses Amt in den letzten Jahren erfahren musste, mag es nun der Anspruch des Volkes sein, genau hinzuschauen. So viel Moral muss dann wohl sein.

Samstag, 4. Februar 2012

Occupy everything!

Wir solidarisieren uns mit der Occupy-Idee. Das Zocken muss aufhören. Nutzt diese Badges und besetzt Eure Webseiten. Verlinkt Occupy und zeigt Flagge. Ganz ehrlich: Uns wäre es zum Zelten zu kalt und auch deshalb ist es notwendig, Respekt zu zollen.




Freitag, 6. Januar 2012

Schweigen ist Gold!

Ja, mein lieber Oli, Recht haste und ich bin d`accord. es geht nicht um Wulff und es geht nicht um Diekmann.

Erster ist Präsident auf Geheiß, hätte sich wahrscheinlich eh besseres vorstellen können, als präsidial daherzukommen, nur weil er es zum Kanzler nie geschafft hätte und Zweiter will Auflage generieren und hat sich vermutlich ein zweites (oder drittes, wenn er das zweite schon hatte) Loch wo auch immer hin gefreut, als er die Worte Wulffs auf seiner Mailbox hörte, hat vermutlich sogleich mit mittelstarker Erketion selbige abgetippt, "vertraulich" versendet und wartet nur auf den richtigen Moment, sie zu veröffentlich, auf dass der dämliche Leser gleich zwei seiner Zeitungen kauft, um sich doppelt aufregen zu können. Das ganze versieht er mit "Pressefreiheit", ein Wort, das in Anbetracht ungarischer Verhältnisse derzeit in Europa einen Wunden Punkt trifft.

Zu erstem wird von Kanzlerinnenseite nichts gesagt, weil´s (a) ihr Vorschlag war, um (b) einen ja-sagenden Parteisoldaten auf dem "wichtigsten" Posten zu sehen.

Zu zweitem wird nichts gesagt, weil Sie sich (a) keinesfalls die besten Kontakte so kurz vor der Wahl im kommenden Jahr verscherzen mag und (b) sowieso nicht alllzu viel zu sagen hat, denn: Wer nichts sagt, der sagt auch nix Falsches, aber eben auch nix Richtiges!

Derweil werden, wir kennen es von Großereignissen wie der Fußball-WM 2006, im Hintergrund vermutlich wesentlich wichtigere und unangenehmere Dinge beschlossen, die, wenn die ganze Wulff-Diekmann-Posse vorüber ist, irgendwo auf FAZ.net, Spiegel.de und (wegen der gut erhaltenen Kontakte mit Diekmann) in der Springerpressse dafür gar nicht erscheinen.

Es sei denn, Europa sagt sich: "Oh, die Deutschen streiten sich gerade über Vorstadthäuser und Urlaube Ihres Präsidenten, da müssen wir mit der kritischen Lage um den Euro wohl mal kurz pausieren!". Tun sie nicht.

Und wenn Wulff dann am Ende eines unsinnigen Medienstreits dann doch die Segel streicht, dann kommt der nächste (ja, wir hätten den Herrn Gauck doch so gerne gehabt) oder der Seehofer übernimmt´s erst mal (Kraft seines derzeitigen Amtes) und führt so ganz nebenbei wieder die Baronesse ins Amt.

Trotzdem: Dass die Politik uns nicht frei sehen will, das wussten wir doch irgendwie schon. Dieser derzeitige Skandal liegt aber darin, dass die Presse uns ebenso manipuliert, wie es ihr gerade passt, denn auch hinter den sauberen Fassaden der Medien stecken ganz klare politische und vor allem unternehmerische Interessen, oder hat sich noch niemand gefragt, warum Neuerungen im Steuersystem, die zu Gunsten der "kleinen" Leute ausfielen in der Presse, wenn sie denn erscheinen, stets negativ bewertet werden?

Fazit: So oder so lässt sich das gemeine Volk mal wieder mächtig von allen Seiten auf der Nase rumtanzen: Von Politikern, die eines klaren Wortes nicht fähig sind, von der Presse, die auf Pressefreiheit dann scheißt, wenn es um ihre Auflage geht und nicht müde wird, über die Dinge auch dann zu berichten, wenn es gar nichts zu berichten gibt und überhaupt von einem System aus Presse und Politik, dass sich um den Namen des Volkes und dessen Pressefreiheit noch nie geschert hat, sondern immer nur um seine eigenen Pfründe.

Donnerstag, 5. Januar 2012

The Show must stop!

Ich bin's leid. Ich will's nicht mehr sehen. Dieses ganze Schmierentheater bereitet mir Übelkeit und Kopfschmerzen. Es ist ekelhaft. Und es ist obszön. Und ich weiß, wovon ich spreche, ich hab schonmal eine Scheiß-Szene in einem Porno gesehen. Also gut, es wimmelt von Scheißszenen in Pornos, aber ich meine eine mit Scheiße. Das war ebenfalls obszön und ekelhaft, aber das konnte man einfach abschalten.
Die Berieselung mit mittelmäßig klugen Äußerungen und Ausreden jedoch, mit der politisch interessierte Menschen täglich beworfen werden, stinken nicht minder und lassen sich leider nicht einfach abschalten.
Aber es wäre Zeit, das zu tun: Einfach abschalten. Die Show beenden, den ganzen Quatsch einfach nicht mehr senden.
Denn all das, was wir da vorgesetzt bekommen, ist längst Selbstzweck. Es geht überhaupt nicht um politische Entscheidungen. Die fallen nach wie vor hinter verschlossenen Türen. Setzen oder stellen sich Politiker/-innen vor eine Kamera, ist das Wahlkampf. Sonst gar nichts. Es ist Bauernfängerei, es ist Stimmungsmache. Wenn sich also heute Herr Wulff, den Fragen stellt, die alle haben, dann ist das nicht so gemeint. Es geht nicht darum, Antworten zu liefern, es geht darum, Lügen besser zu verkaufen – Werbung zu machen. Es geht darum, Parteifreunde zu beruhigen, die ja leicht zu beruhigen sind, solange man nur irgendeinen Quatsch in irgendeine Kamera absondert. Und es geht andererseits darum, ein paar Unschlüssige, wieder auf die eigene Seite zu ziehen. Und offenbar ist es dabei legitim, einerseits zuzugestehen, dass ein Verhalten dem eigenen Amt ungebührlich war und gleichzeitig zu beteuern, dass man selbstverständlich nicht zurücktrete, schließlich habe man ja eine Verantwortung für fünf Jahre übernommen.
Verantwortung, meine feinen Herren, wäre heranwachsenden Generationen zu zeigen, dass ein Fehlverhalten Konsequenzen hat und dass man nicht einfach dort hocken bleibt, wo man gerade ist, wenn man Mist gebaut hat. Sprechen da tatsächlich dieselben Menschen, die das Wort "Sozialschmarotzer" mitgeprägt haben und z.B. "Schwarzarbeit"? Welchem Vorbild folgen die Menschen eigentlich, die sich Leistungen erschleichen, die Ihnen nicht zustehen?
Schluss damit! Einfach nicht senden! Das wäre die einzig vernünftige Antwort auf all die Pseudo-Antworten. Aber nein, wir bekommen den stinkenden Dreck zur besten Sendezeit übergekippt. Und davor und danach als Dauerbeschallung. Zum Kotzen. Und immer derselbe Dreck. Dieselben sich windenden Schleimer, die sich in ihre Stühle beißen, bis es entweder noch mal knallt oder unter irgendeiner neuen Scheiße vergraben wird. Es ist ja nichts Neues. Es ist gängige Politkultur, offenbar. Die jüngsten Beispiele vor Wulff liefern Guttenberg und Sauerland. Nie war irgendwer an irgendwas Schuld und die braven Medien senden den ganzen Mist. Es hilft nicht, es zu kommentieren, abzuwägen, schlecht zu reden oder sonst wie darauf rumzuhacken. Einfach weglassen. Gerne darüber berichten, aber nicht auch noch die Idioten zu Wort rufen. Ich will's nicht mehr sehen.
Und ich bin da durchaus für die große Lösung, denn auch die Berichterstattung aus dem Bundestag ist hochnotpeinlich und  zudem vollkommen überflüssig. Was wir da sehen hat doch mit einer Debatte nichts zu tun. Immer wenn Kameras da sind, sitzt dort plötzlich ein großer Haufen von Menschen, die geschworen haben, nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden und unterwirft sich dem Fraktionszwang. Irgendwer sagt irgendwas, das von den Seinen mit Applaus und von den anderen mit – bestenfalls witzigen – Zwischenrufen quittiert wird. Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist das Ergebnis der Abstimmung ohnehin klar und das Geschwätz vorher dient einzig der Befriedigung der anwesenden Journaille und damit – mittelbar – doch wieder nur dem Wahlkampf. Geschenkt!
Entscheidungen werden hinter verschlossenen Türen getroffen. Was wir sehen dürfen sind die schleimigen Ausreden für die aktuelle Fehlentscheidung. Lasst auch die hinter den verschlossenen Türen. Berichtet darüber, was entschieden wurde und wie es sich auswirkt. Berichtet darüber, was davon logisch, was davon idiotisch erscheint, aber lasst mich endlich mit dem verlogenen Geschwätz in Ruhe, das derzeit jeden politischen Vorgang und privaten Fehltritt politisch Verantwortlicher begleitet.
Das einzige, was ich aus der Feder dieser feigen Versager noch im Wortlaut lesen will, ist ihr Abschiedsbrief oder wenigstens das Rücktrittsgesuch und die damit verbundene Erklärung für den endgültigen Rückzug aus jedem öffentlichen Amt.
JA, ich bin wütend.

Montag, 26. Dezember 2011

Deformiert und laut

Heute mal ein Hinweis in eigener Sache: Die Autoren dieses Blogs sind heute Abend zu hören, auf Radio X von 20-22 Uhr. Das heißt im Raum Frankfurt auf 91,8 FM per Antenne oder auf 99,85 im Kabel. Für alle anderen gibt es einen Livestream auf www.radiox.de. Viel Spaß und schöne Restweihnachten noch. Mit der Besinnlichkeit ist es dann ab 20 Uhr vorbei ;-)

Freitag, 11. November 2011

Intelligenz wo man sie nicht vermutet.

Also ich habe ja schon davon gehört, dass man die kleinen Biester pränatal mit Mozart oder ähnlichem beschallen kann, in der Hoffnung, dass es mal ein Wunderkind wird und eben kein versoffener Nazi, der bis ins hohe Alter daheim bei Mutti hockt. Und auch davon, dass so ein Kind gerne mal boxt, tritt oder sonst wie, noch im Mutterleib, auf sich aufmerksam macht. Aber dass so eine Blage in ihrer Entstehung nun angeblich sinnhafte Morsezeichen gibt und nichts besseres zu tun hat, als darum zu bitten, nüchtern auf die immer blöder werdende Menschheit losgelassen zu werden, das wusste ich wirklich nicht. Dabei dachte ich immer, die Frühförderer machten sich vor Freude ins Höschen, wenn das kleine irgendwann "Mami" oder "Papi" durchs Erbrochene säuselt. Naja, man lernt eben nicht aus.

Dämliche Kampagne
Und just als ich dachte, ich hätte die am wenigsten erwartete Intelligenz getroffen, stolpere ich in den unten gezeigten Kühlschrank, der mitten auf dem Bürgersteig stand und das abgebildete Signet trug. Und wieder dachte ich "Ui!". Also wenn es jetzt "Durchgang verboten"-Schilder für Mikroben gibt, dann können die Biester also lesen? So klein und so gebildet? Ich sag' ja, man lernt nicht aus.

Aber wenn es so einfach ist, warum dann nicht ein solches Schild gleich vor die Wohnungstür, statt erst an den Kühlschrank? Arrangiert man sich mit den Mikroben so weit wie möglich, weil die Machtübernahme ansonsten demnächst ins Haus steht? "Kommt ruhig in meine Wohnung, aber verschont den gekühlten Gerstensaft", ist das die Marschrichtung? Und warum dann nicht auch "Stop Milben" oder noch konsequenter "Stop Staub"? Es ist ein Kreuz mit dieser Welt, dass nie irgendjemand etwas zu ende denkt.

Ich bastle jetzt Stopschilder.

Gesehen auf einem Kühlschrank, der – konsequenterweise – auf seine Abholung für den Sperrmüll wartete.